DER UMBRUCH ALS CHANCE

Zeitenwende beim TuS Medenbach +++ Vergangenheit als Vorbild

WIESBADEN. Der TuS Medenbach befindet sich im Wandel. Seit Jahren ging es im Medenbacher Fußball nur mit einer Sache stetig bergauf: Dem Altersdurchschnitt der Mannschaft. Das gehört der Vergangenheit an. Frank Dauber, seit Sommer diesen Jahres Chefcoach, möchte den Medenbacher Fußball auch sportlich wieder salonfähig machen.

Es ist noch nicht lange her, kaum zehn Jahre, da stieg der TuS Medenbach in die Kreisliga A Wiesbaden auf. Der Verein, der nur zu oft mit dem Schmäh eines Dorf- und Trinkvereins kämpfen musste, sorgte seinerzeit für sportliche Schlagzeilen. Fortan entwickelte sich unter der Ägide Sven Daniels die wahrscheinlich erfolgreichste Zeit im Medenbacher Herrenfußball. Eine Generation Medenbacher Eigengewächse besten Alters machte sich auf den Weg, die nächsten Jahre um den Aufstieg in die Kreisoberliga Wiesbaden zu kämpfen. Dass es nie für die Kreisoberliga reichte gehört ebenso zu jener Generation, wie der Einzug in das Pokalfinale des Kreispokals im Jahre 2013. Medenbach verlor nach 120 Minuten im Elfmeterschießen gegen den FC Bierstadt. Sportlich verloren, doch die Herzen Wiesbadens gewonnen. Der kleine Verein aus dem Wiesbadener Osten war auf seinem Höhepunkt angelangt. Im selben Sommer verließ Trainer Sven Daniel den TuS. Viele Spieler taten es ihm im Laufe der Jahre gleich. 

Die neue Generation

Sechs Jahre später befindet sich der Medenbacher Herrenfußball im Umbruch. Einmal mehr. Die Säulen der Vergangenheit sind nicht mehr da oder in die Jahre gekommen. Neue Gesichter zieren das Mannschaftsfoto der Blau-Weißen. Es ist eine neue Generation von Spielern, die sich auf machen, ihre ganz eigene Geschichte zu schreiben. Angeleitet werden sie dabei von Frank Dauber. Einem Ur-Medenbacher, der über seine komplette Karriere das Trikot des TuS trug. Er ist Identitätsfigur und Leitwolf einer blutjungen Medenbacher Mannschaft. Sechs Spieler kamen erst diesen Sommer aus der eigenen Jugend dazu. Eine Gezeitenwende, die alternativlos ist. "Die größte Herausforderung ist es vielleicht diese junge Mannschaft zu moderieren und Konflikte rechtzeitig zu erkennen. Doch der Reiz mit dieser Mannschaft zu arbeiten ist riesig", erzählt Coach Frank Dauber, der perspektivisch wieder in oberster Tabellenregion anklopfen möchte. So bezeichnet er seine Trainertätigkeit als "Projekt", das er zunächst auf drei Jahre ausrichtet und meint: "Wenn alle zusammenbleiben, dann können wir in drei Jahren ernsthaft oben mitspielen." Denkbar wäre es. Die Vergangenheit hat es bewiesen.

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Sven Hilmer für FuPa©


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